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Glückspiel in Großbritannien: Banken erlauben Karten-Sperre

Die Briten sind ein Volk, welches einen besonderen Bezug zum Glücksspiel hat. Gewissermaßen ist so eine Nation von Spielern entstanden. In der jüngeren Vergangenheit hat die Glücksspielaufsicht vermehrt eingegriffen, um die Bürger besser zu schützen. Dies geschieht zum Beispiel über die Sanktionierung von Anbietern, die sich nicht an Regeln halten. Außerdem ist die Politik vermehrt dabei, neue Gesetze bezüglich des Spielerschutzes im Glücksspiel einzuführen. Doch die aktuelle Initiative geht von den Banken des Landes aus, welche eine Sperrung der Karten erlauben.

Heutzutage gibt es unterschiedliche Wege, online für das Glücksspiel zu bezahlen. Über die von Banken ausgestellten Bezahl- und Kreditkarten ist dies normalerweise ebenfalls möglich. Üblich ist, dass die Geldinstitute entsprechende Buchungen über eine interne Kennnummer zuordnen können. Banken erkennen also, dass es sich um eine Überweisung bezüglich eines Glücksspiels handelt. Als Entgegenkommen den Spielern gegenüber, werden für diese Transaktionen Sperren eingeführt.

Banken in Großbritannien führen das Freeze-Tool ein

Zunächst soll festgehalten werden, dass es sich um einen Service der Banken handelt. Kredit- und Debitkarten dürfen für Glücksspielüberweisungen gesperrt werden. Umgekehrt ist es nicht so, dass dies automatisch und bei jedermann erfolgt. Demzufolge ist jeder Verbraucher noch immer ein Stück weit selber für seinen Schutz verantwortlich. Wer bei sich ein problematisches Spielverhalten erkannt hat, der kann über eine entsprechende Sperre entgegenwirken. Doch nicht nur die Banken müssen sich in Zukunft bezüglich ihrer Buchungen Gedanken machen. Denn auch PayPal geriet in Großbritannien in die Kritik. Es machte eine Meldung die Runde, dass Spieler über den Zahldienst bis zu 150.000 britische Pfund täglich für das Glücksspiel überweisen können. Damit konfrontiert hat die Zahlungsmethode Maßnahmen angekündigt, hier künftig eine stärkere Kontrolle einzuführen.

Tatsächlich soll ein großer Teil der Spieler auf der Insel ihre Aktivitäten im Glücksspiel mit der Kreditkarte bezahlen. Verbraucherschützer haben die Problematik dahinter erkannt. Denn bei dieser Bezahlvariante können die Kunden geliehenes Geld einzahlen, welches sie im Zweifel später gar nicht begleichen können. Suchtforscher sehen diese Art des Bezahlens daher kritisch. Die Halifax Bank macht es vor. Kartensperren sind möglich. Dazu wird das sogenannte Freeze-Tool verwendet. Findet das Konzept Anwendung, so können sämtliche Buchungen im Zusammenhang mit Glücksspielen nicht mehr durchgeführt werden. Allerdings ist auch ein Entsperren möglich. Dies geht jedoch, um eilig getroffenen Entscheidungen vorzubeugen, nur mit einer Vorlaufzeit von 48 Stunden.

Studie zu Schäden aus Glücksspielen: Die Halifax Bank schult aktuell seine Mitarbeiter im Kundenservice zu diesem sensiblen Thema. Weiterhin wird in Zusammenarbeit mit der Warwick University an einer Studie zu Glücksspielschäden gearbeitet. Die Erkenntnisse sollen später der Gambling Commission zugänglich gemacht werden.

Britische Banken erlauben Sperre für Glücksspiel-Zahlungen

Halifax macht es vor, andere ziehen nach. Dazu zählt auch HSBC. Wenn sich dieses System durchsetzt, könnte sich das Konzept auf ganz Großbritannien ausdehnen. Die HSBC Bank hat diesbezüglich weitere Daten parat. Ein Rückblick auf das Jahr 2018 ergab, dass eine halbe Millionen Kunden monatlich Wetten abschließen. Die durchschnittliche Ausgabe in diesem Zeitraum beziffert sich auf 52,50 Pfund. Dass auch die Kunden ein Interesse an einem Glücksspielschutz der Banken haben, geht aus 12.000 Anrufen hervor, die dort zum Thema eingegangen sind. NatWest ist das nächste Geldinstitut, welches mit Maßnahmen zum Schutz vor Glücksspielen glänzen möchte.

Hier sollen Filialen zusammen mit der Wohltätigkeitsorganisation GamCare genutzt werden. Ziel ist eine Beratung von Problemspielern. Hervorzuheben ist hierbei, dass dieser Dienst am Spieler nicht nur Kunden der Bank offenstehen soll. Natürlich findet hier zuvor eine Schulung entsprechender Mitarbeiter statt. Auch von politischer Seite aus gibt es Druck. Denn die Liberaldemokraten möchten, sofern sie die nächsten Parlamentswahlen gewinnen, das Zahlen mit Kreditkarten gänzlich für Glücksspiele unterbinden. Dieser Vorgabe kommen die Banken jetzt mit einem Freeze-Tool auf freiwilliger Basis zuvor. Um diese Planung durchzuführen, müsste die Wahl am 12. Dezember 2019 gewonnen und mindestens 306 Sitze beansprucht werden.

Finanzbranche in Schlüsselposition: Tatsächlich ist es über die Geldinstitute möglich, die Zahlungsströme im Glücksspiel zu steuern. Freilich gibt es auch hier Ausnahmen, wie in Deutschland die Paysafecard. Diese lässt sich im Geschäft kaufen und über einen PIN wird das Guthaben dann zum Buchmacher oder Online-Casino überspielt.

Tom Watson erklärt Rücktritt: Glücksspiel-Branche atmet auf

Tom Watson war über lange Zeit der härteste Gegner der Glücksspielbranche. Doch er hat seinen stellvertretenden Parteivorsitz an den Nagel gehängt. Denn der Politiker, welcher bei der Labour-Partei tätig war, hat angekündigt sich künftig für die Stärkung des Gesundheitssystems engagieren zu wollen. Damit ist die politische Ausrichtung der Labour-Partei natürlich nicht gleich vollends über den Haufen geworfen. Doch der schärfste Kritiker gegen Glücksspiele ist von der Bühne abgetreten.

Doch Watson verabschiedet sich nicht ohne Erfolge – zumindest aus seiner Sicht. Denn er war maßgeblich an der Umsetzung der Einsatzschranke bei den Fixed Odds Betting Terminals beteiligt. Später sprach Watson direkt in Malta vor, um Ausgestellte Glücksspiellizenzen von dort anzuprangern und einen Rückzug dieser Konzessionen einzufordern. Weiterhin machte sich der Politiker für eine grundlegende Überarbeitung der Glücksspielgesetzgebung in Großbritannien stark. Auch die Idee, Kreditkartenzahlungen für Online-Glücksspiele zu verbieten, stammt ursprünglich von Tom Watson.

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